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  • AutorenbildJennifer Victoria Withelm

Folge #22: Präsenztrainings, Virtual Classroom oder doch lieber Blended?


00:00:06 Jennifer Withelm: Hallo und Servus aus München! Mein Name ist Jennifer Withelm, ich bin Learning und Development Beraterin für nachhaltige Personalentwicklung und die Macherin des L&D Blogs „Lernen in geil“. In den vergangenen sieben Jahren war ich als Unternehmensberaterin weltweit unterwegs und habe da natürlich ganz viel fleißig beraten, ganz viele Konzepte erstellt. Es sind wahrscheinlich so um die 500 Trainingstage zusammengekommen, und wenn ich jetzt mal ehrlich bin, dann war wahrscheinlich dann das klassische Präsenz Training der Hauptteil in meinem Job, der mir am allermeisten Spaß gemacht hat. Ja, vielleicht war ich auch bisschen narzisstisch, da war meine Bühne, da konnte ich mich hinstellen, da konnte ich den Leuten Kluges erzählen, man hatte Interaktion, man hatte Körpersprache, man hatte Austausch, es war ne richtig große Party sozusagen, und am Ende des Tages sind hoffentlich alle zufrieden mit mindestens ein, zwei, drei Impulse nach Hause gegangen. Für mich war es ne sehr, sehr schwere, ja schwer war mein mein Schiff sozusagen, um zu verstehen, dass es vielleicht auch Lernformate und learning journeys gibt, die nachhaltiger sind, und ich habe schon vor Corona langsam aber sicher damit anfangen müssen, mich mit neuen Formaten auseinanderzusetzen. Die Kundenanfragen waren einfach da, und wieder billig habe ich mich damit beschäftigt, und so ganz allmählich habe ich entdeckt, das ist eigentlich gar nicht mal so schlecht. Da kann man kreativ sein, da kann man ja viel mehr Möglichkeiten zusammenstecken, viel nachhaltiger agieren, das macht eigentlich sogar Spaß. Wenn ich ehrlich bin, und jetzt habe ich heute die Erfahrung gemacht, dass dann in den Unternehmen und in den großen Konzernen, da war außen immer noch ganz viele inhouse sitzen, die aktuell mit den Hufen scharren und darauf hoffen, dass Corona bald vorbei ist, damit sie zurück zum guten alten Präsenzseminar Alltag kehren dürfen. Ich glaube, viele Verantwortliche haben schon verstanden, dass es mittlerweile einfach zeitgemäß ist, sich anders weiter zu bilden, und dass es eben nicht mehr diese ein, zwei Tages Präsenzblöcke sein müssen, zumindest nicht mehr hauptsächlich. Ich glaube auch, dass Präsenzseminar immer noch bleiben werden, aber nicht mehr in dem Ausmaß, das wir bis Datum vielleicht hatten. Jetzt habe ich mir die Frage gestellt, wie können wir denn die anderen Trainer dafür anzünden, dass sie sich dich cool sind? Die neuen Lerntechnologien, die neuen lernen Wege, und wie können wir dafür sorgen, dass diese wichtigen Promotoren noch abgeholt werden? Da habe ich mir heute zum ersten Mal für meinen Block eine ganz lustige große Runde eingeladen, viele Trainer, die ebenfalls sagen, ja, ich finde heute die Möglichkeiten viel cooler als früher, und wir diskutieren heute einfach nochmal, und ich freue mich sehr, dass ihr euch alle bereit erklärt habt, dabei zu sein. Ich habe heute dabei sagen, und ich würde euch einfach mal bitten, euch ganz kurz vorzustellen, was ist euer Bezug zu Training, und am besten, fangen wir einfach mal mit den Ladys an. .


00:02:41 Tanja Dill: Hallo, vielen dank für die Einladung, freue mich sehr. Ich bin seit drei Jahren selbstständig als Trainerin und Coach, bin wo wo, sozusagen auch in ganz Deutschland unterwegs und ähnlich wie du sehr viel Präsenz, Trainings, und durch die Coronakrise wurde ich dann eben auch ja fast getreten, schon diesen diesen Schritt ins kalte Wasser zu tun, und bin mittlerweile sehr begeistert. Auch von Online trainings habt ihr vor Vorteile davon kennenlernen dürfen und bin mittlerweile auch der Meinung, so eine gute Mischung also ähnlich wie du. Präsenz Training ist gut, aber man kann auch vieles in Online abbilden, und ja, also ich bin meine schwer. Also meine Hauptpunkte im Training sind Kommunikation, Vertrieb und Führungskräfte, Entwicklung, und da gibt's schon ein paar Themen, wie man durchaus auch online anbieten kann. Auch zum Thema Nachhaltigkeit finde ich das Format sehr, sehr gut.


00:03:43 Jennifer Withelm: Klasse! Dankeschön! Da kommen wir gleich nochmal darauf zu sprechen, und was hat dich in diese Runde verschlagen?

Sandra Grenda: Hallo, herzlichen Dank auch für die Einladung und ein herzliches aus Hamburg! Also, ich unterstütze Medizintechnik und Pharma Sales teams, ihre Verkaufsgespräche verbindlich abzuschließen. Ich sag immer, bei mir haben, Herr könnte und Frau sollte keine Chance. Ich bin jetzt seit fast fünf Jahren selbstständig und biete seit vier Jahren auch virtuelle Workshops an, denn das eine schließt für mich das andere auch nicht aus. Präsenz ist immer schön. Es gibt aber auch viele Dinge, die wir eben virtuell auch machen können. Das gut ist, der Außendienstmitarbeiter ist auch weiterhin vor Ort für seinen Kunden da und nutzt die Zeit vielleicht auch mal zwischen einem Termin oder aber kann eben auch aus dem Homeoffice heraus sich dann in unserem Workshop einwählen.


00:04:37 Benjamin Jaksch: Hey, ja, ich freue mich sehr, hier zu sein. Ich mach's ganz kurz. Ich bin seit 20 Jahren Lernbegleiter. Ich hab mit zwölf angefangen, Nachhilfe zu geben, und damals war es Mathematik und Physik, und heute arbeite ich auch mit Erwachsenen zusammen. Egal, ob es uns Thema Stressmanagement, Resilienz, emotionale Intelligenz oder Produktivität geht, begleite ich sie dabei, ihre Herausforderungen zu lösen. Klasse!


00:05:05 Jennifer Withelm: Dankeschön! Also ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Was hat euch, wenn ihr es noch nicht beantwortet habt, dazu gebracht, euch mit neuen Technologien zu beschäftigen? Und was hat euch dann am Ende des Tages doch dafür begeistert und angezündet? Ja, fangen wir vielleicht bei ihr noch mal an.


00:05:31 Tanja Dill: Ja, also wie gesagt, es war tatsächlich die Corona Krise. Ich habe mich davor mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, online Trainings zu machen, weil ich brauche immer Menschen, ich muss die sehen, ich muss sie sozusagen anfassen können. Das ist meine Bühne gewesen, und deswegen, als es mit Corona kam, habe ich schon gleich gesagt, ich hänge meinen Job an den Nagel, wenn das nur noch online wird. Also, das war meine Einstellung. Tatsächlich, und einer meiner Kunden hat dann gesagt, wir müssen das Training jetzt machen, weil, wenn es es geht, nicht anders und geht da auf der Straße verloren. Und dann hab ich sagt: Okay, dann mache ich halt dieses Training online, und als ich dann dieses Training gemacht habe, was anderes? Definitiv, ja, es ist nicht die Präsenz, muss man auch fairerweise so sagen, aber die Tools und Methoden, die mir dann so entgegenkam, und auch dann das Feedback von den Teilnehmern, wo ich dann dachte, ja, es hat auch total auf andere Art und Weise Spaß gemacht. Es war also jetzt mal aus meiner Sicht als Trainerin gesprochen. Es war auch noch eine Herausforderung. Welche Methoden gehe ich an? Wie kann ich das eine oder andere überhaupt online überbringen, dass das überhaupt ankommt? Wie kann ich Leute anzünden, wie hole ich sie ab? Also, es war kein Fachtraining, es war ein Vertriebstraining, und Vertriebler wirst du gut wissen, Sandra, die wollen auch angezündet werden, und da sind mir sehr viele Tools entgegengekommen. Wo ich sage, es funktioniert damit sehr gut, und ich baue das immer mehr aus.


00:07:08 Jennifer Withelm: Welche Tools sind das? Welche hast du im Einsatz, und womit hast du gute Erfahrungen gemacht?


00:07:16 Tanja Dill: Okay, also das Haupttool, mit dem so ein Meeting gemacht wird, überlasse ich den Firmen. Also ich sage jetzt nicht, ich muss Teams nutzen, oder ich muss Zoom nutzen oder wie auch immer, da bin ich frei. Aber die Tools, die ich dann eben nutze im Training, das sind zum einen Padlet, das finde ich schon sehr gut, weil man da sehr viel abbilden kann, muss aber auch dazu sagen, dass ich das auch mit analogen Methoden verbinde. Jamboard finde ich auch gut. Ihr seht jetzt dahinten dieses klassische Flipchart, das nutze ich jetzt nicht. Es gibt von einem Hersteller Flipcharts, die so klein sind, die kann man sich hier so direkt auf den Tisch stellen. Die haben auch Karten, die man einfach so tappen kann. Also, ich muss da gar nicht groß schreiben hinter mir, sondern ich kann die so anpacken, und da sind wir auch wieder bei analogen und digitalen Medien, die beide in so einem Online Training eingesetzt werden können. Das kommt auch gut an, dass man nicht alles nur digital macht, sondern da auch ein bisschen auch noch Analoges reinbringt.


00:08:29 Jennifer Withelm: Sandra, wie ist es denn bei dir? Was hat dich dazu gebracht, und welche Tools hast du gerne im Einsatz?

Sandra Grenda: Ich habe, bevor ich mich selbstständig gemacht habe, habe ich für ein internationales Unternehmen gearbeitet und war ja nur unterwegs. Also ich war weltweit meine Trainings gemacht, ich bin von einem Flieger in den nächsten gesprungen, und irgendwann habe ich gedacht, du bist total bescheuert. Also ich hatte da einfach keinen Bock mehr drauf, und alleine deswegen habe ich mich schon mit diesem Thema virtuelles Training auseinandergesetzt, weil viele Dinge einfach auch virtuell zu machen sind, und es ist auch angenehmer für diejenigen, die eben dann auch mich immer durch die Gegend reisen müssen. Also das eine Mal war als meine eigenen Interessen, das andere ist eben auch, dass die unter neben selber auch immer offener geworden sind, auch virtuelle Möglichkeiten mal zumindest auszuprobieren. Da bist du ja schon mal auf auf dem ganz guten Weg, und am Ende des Tages ist es dann nix geworden. Das heißt, ich nutze auch gerne noch Präsenztrainings, wenn es sein muss, nur dann, wenn die Leute vorher bei mir in der online Akademie waren. Das heißt so, rein inhaltlich kann ich denen schon ganz viel vorab geben. Da nutze ich bin für, das ist meine Online Akademie. Da steckt alles dann dann drin, sodass du das dann hinterher im Präsenztraining nur nochmal vertiefst. Das heißt, du kannst dann dann speziell, ich sag jetzt mal, einen Kunden nehmen, ein Kundenprofil nehmen, und da können die aus den Mitarbeiter sich dann eben dran abarbeiten, und das funktioniert ganz gut. Ich nutze unter anderem, wenn ich jetzt virtuelle Trainings mache, nutze ich Zoom, das ist mein eigenes Tool, und das nutzen auch viele meiner Auftraggeber. Da fühle ich mich auch sicher und fit, nutzt da ganz viel die Braut Rooms. Wichtig ist da, dass die Leute genau wissen, worum es geht, was sie machen sollen, und dass du auch alle vier Lerntypen auch ansprichst. Also ist auch immer noch mal zu visualisieren. Deswegen habe ich hier auch mein Flipchart hinter mir stehen. Das nutze ich auch ganz gerne. Ich nutze dazu auch ne Dokumentenkamera. Die steht jetzt hier neben mir, die könnte jetzt nicht sehen, da kann man auch so Legevideos machen, was mein klar ING war aus diesem ganzen virtuellen Trainings. Die Menschen können nur begrenzt dir deine Aufmerksamkeit schenken, das heißt, die gucken die ganze Zeit ja schon eh in die Kamera, also bevor du sie nur am Sitz fesselt, auch mal hintern hoch, solche Sachen, wo, dann sage ich, jetzt, ruf mal bitte ein an, und ihr zwei, geht mal zehn Minuten! Du, was, was ich bei dir durch den Garten wenn, läuft durch durch seine Wohnung und diskutiert das Thema und kommt mit dem Input wieder zurück, oder ich lass die auch händisch was machen. Ich meine, jeder hat zuhause ein Blatt Papier liegen, eine Schere, ein Kleb, Stift, und dann sage ich: Mensch, jetzt bastelt mal was, was zum Thema heute passt, werdet mal kreativ, und das sind Sachen, die funktionieren ganz gut, die Leute auch nicht zu lange binden. Ich meine, in Präsenz ja, merken wir ja, wann lässt die Aufmerksamkeit nach, wenn wir jetzt hier so weit auseinander sind? Ich kann vielleicht noch mal genau gucken, aber jetzt sehe ich bei dir so im Hintergrund ein bisschen dunkel. Ich kann dein Gesicht gar nicht so richtig erkennen wie mit Gestik. Jetzt geht's wieder besser. Das heißt, spätestens nach 45 Minuten mache ich eine zehnminütige Pause, und das heißt, weg vom Bildschirm und: Schick die mit ner Aufgabe und bringen aus der Pause irgendwie das witzigste Ding, was du in der Küche hast, mit zurück. Also, das sind alles Sachen, die klappen ganz gut. Wer da Tipps braucht „Munterrichtsmethoden“ von Harald Groß, kann ich nur empfehlen.

Jennifer Withelm: Benjamin, wie schaut es bei dir aus?


00:12:14 Benjamin Jaksch: Also ich möchte vorab auch sagen, was die dann auch gesagt hat, dass ich grundsätzlich auch jemand bin, der die wirklich physische Nähe schätzt. Also, ich habe vorher gesagt, dass ich mit Nachhilfe angefangen habe, als ich zwölf war, und wie ihr euch das vorstellen könnt, ist das halt zusammen am Schreibtisch, und da ist man sich sehr nahe. Das heißt, ich weiß das zu schätzen und finde das auch sehr, sehr wertvoll. Was ich dennoch eben sehr, sehr spannend finde, ist, dass ich ja immer schon, auch in meiner Tätigkeit, immer schon Prozesse begleitet habe. Also das war ja niemals nur dann, wir machen jetzt einen Tag Mathematik, und dann kannst du es, sondern es war immer schon, ich helf dir halt, dass du es auch auf Dauer wirklich verstehst und vielleicht auch ein bisschen deine Haltung dazu änderst. Und das ist etwas, was ich halt an virtuellen Trainings so spannend finde, weil da muss keiner irgendwo hinfahren, und wir können aber trotzdem so zusammen den Prozess durchmachen und in einen Prozess, den ich zum Beispiel auch nach wie vor für Schülerinnen und Schüler macht. Es geht über eine, ähm ne Stiftung in Hamburg im übrigen, da geht es auch eben um, selbstbestimmt und gelassen zu lernen, und das geht auch über mehrere Wochen, und wir treffen uns halt da wöchentlich, und jeder bringt auch immer sein Thema dann damit rein. Das heißt, es ist auch dann nicht dieser Frontalunterricht, sondern es werden von Anfang an Fragen gestellt, und wenn keine Fragen sind, dann brauche ich auch nicht sagen, quasi, und das ist etwas, was ich da sowohl methodisch dann schätze als auch dieses: Na, wir machen gemeinsam einen Prozess durch. Wenn ich jetzt den gleichen Inhalt oder das gleiche Thema, könnte ich innerhalb eines Tages gar nicht machen, weil ja in der Zwischenzeit die Teilnehmer schon Dinge ausprobieren können. Deswegen finde ich das, so spannend ist dann einfach auch zeitlich auseinander zu strecken, und gleichzeitig muss aber nicht immer jeder an den Ort wieder hinkommen. Deswegen finde ich das so spannend.


00:14:05 Jennifer Withelm: Eine Frage, die mir gerade spontan noch einfällt, ist, ich war ja in Unternehmensberatungen, und da war es wirklich immer ein Thema: „Wie können wir das machen, wenn wir jetzt ein einstündiges oder zweistündiges Webinar oder Virtual Classroom verkaufen - Wie fakturieren wir denn das Ganze? Wir haben doch eigentlich immer ganz gemütlich Tagessätze in Rechnung gestellt, Präsenz, Seminar, Tag eins, zwei, drei. Und jetzt haben wir so viele kleine Episoden, aus denen unsere Tätigkeit besteht… Könnt ihr bzw. wollt ihr verraten, wie ihr jetzt Rechnungen stellt?


Sandra Grenda: Nicht anders als vorher. Bloß weil das ein zwei Stunden Seminar ist, heißt das nicht, dass ich nur zwei Stunden daran arbeite, ganz im Gegenteil. Also, das ist ein Irrglaube zu denken, dass virtuelle Trainings billiger sind, weil billig ist von der Stange, und bei mir hast du halt ein individuelles Konzept, und das hat genauso viel Input gebraucht wie ein Präsenztraining, und von daher ändere ich an meinen, an meinen Rechnungen oder an den Tagessätzen nicht. Also, bei mir kannst auch keine Stunden kaufen, kauft irgendwer einen Tagessatz, und ich arbeite mit meinen Kunden auch nicht nur einmal zusammen, sondern es ist eine nachhaltige Form von lernen, als wenn ich dir jetzt einmal einen Workshop mache, und wir sehen uns danach nie wieder. Die wenigsten kommen tun. Seien wir doch mal ganz ehrlich. Ich habe mal irgendwo gelesen, ich glaube es dann irgendwie. 90 Prozent von dem, was du in dem Training irgendwie mal gelernt hast, was nicht sofort umgesetzt wird, ist nach drei Tagen weg, und so ist es halt immer mit einer Nachhaltigkeit. Wenn Kunden das nicht wollen, dann ist es auch nicht der richtige Kunde für mich, und solche Aufträge lehne ich ab.

Jennifer Withelm: Sehr konsequent, finde ich gut, Tanja, wie schaut es bei dir aus?


00:15:51 Tanja Dill: Ja, ich fahr da so ein bisschen das Hybrid-Modell. Ich glaube also, bei mir kommt es so ein bisschen drauf an, was ist es jetzt für eine Anfrage? Also in zwei Wochen zum Beispiel habe ich nochmal eine online Session, die dauert ab fünf Stunden oder so. Ja, also, da mache ich auch einen Tagessatz, da bin ich bei Sandra dabei, da mache ich das jetzt nicht anders, vor allen Dingen, weil es auch ganz andere Vorbereitung auch braucht. Da bin ich bei der Sandra. Es gibt jetzt einen Kunde, den begleite ich jetzt mit Sicherheit die nächsten. Ich würde mal fast sagen, das nächste Jahr komplett. Da wird es mal so zum Thema Nachhaltigkeit auch immer mal Meetings geben, gemeinsam mit den Teilnehmern. Die dauern immer nur eine Stunde. Also auch online rechne ich jetzt nicht ein Tagessatz ab. Also das mache ich jetzt nicht, wenn ich am Tag eine Stunde, wobei das auch kein Training ist, das muss man auch weise sagen. Das ist dann nochmal zusammenkommen, das ist dann nochmal ein Austausch, und da bin ich wirklich auf einen Stundensatz gegangen. Also ja, also beides.


00:16:50 Jennifer Withelm: Alles klar, danke, Benjamin hast du noch eine Idee?


00:16:54 Benjamin Jaksch: Bei mir ist es sowieso ganz bunt gemischt, weil ich sowohl mit Schülerinnen und Schülern, mit Vereinen, aber andererseits auch mit Führungskräften in großen Firmen zusammenarbeite. Das heißt, bei mir ist die Preisfindung sowieso immer ein sehr offener Austausch. Eigentlich deswegen habe ich kein Produktregal oder auch keine Preisliste. Da ist es dann so wirklich nach Gefühl, wie viel ist es euch denn wert und das bei mir sowohl offline als auch online.


00:17:24 Jennifer Withelm: Alles klar! Dann kommen wir nochmal zur zentralen Frage. Wie können wir denn jetzt Kollegen ebenfalls anzünden? Ganz viele Trainer scharren mit den Hufen, wollen endlich wieder ins gute alte Präsenzseminar. Die Verantwortlichen sind ganz verzweifelt: „Wir haben es doch jetzt viel cooler und schöner mit den ganzen Tools", und meine Meinung ist persönlich, dass jeder etwas finden muss, ein Tool finden muss, das ihm Spaß macht. Es gibt so viele kreative, coole Methoden, so viel Möglichkeiten. Was können wir den Kollegen sagen? Was ist die Info an sie? Wie können wir sie anzünden, damit sie auch richtig Bock haben? Und dass das gute alte Training nicht nur der einzige Heilsbringer ist, Tanja bitte zuerst.


00:18:14 Tanja Dill: Wie kann ich jemand anzünden? Also ich kann gerne jeder anrufen, dass ich, dass ich da die Motivation noch mal rüberbringen kann. Also ich kann es nur von mir sagen. Mir hätte vorher jeder alles erzählen können. Ich hätte immer gesagt, nee, aber da kommen wir vielleicht wieder in das Modell von Komfortzone, Wachstumszone, Panikzone, ja, ähm, ich glaube, man muss sich selbst die Chance geben, das einmal zu machen und dann sagen zu können: Okay, ist ein Format für mich oder ist kein Format für mich. Ich glaube, diesen Shops muss sich jeder selbst geben. Ich kann nur jeden dazu ermutigen, den zu gehen, weil es ist. Es ist wirklich für mich gesprochen und wahrscheinlich auch für euch alle, die wir hier jetzt da sind. Es ist was neues, ja, man muss den ersten Schritt gehen, es macht total viel Spaß. Es ist wieder eine Herausforderung, wenn man nicht auf die altbewährten Methoden zurückgreift, sondern sich was neues ausdenken muss. Es ist einfach noch mal hier, noch mal ganz viel neu und, ähm ja, aber vielleicht haben die anderen da noch ganz tollere Ideen, keine Ahnung!


00:19:18 Sandra Grenda: Ich lade meine größten Skeptiker gerne in meine Workshops ein. Die größten Skeptiker können auch meine Kunden sein. Am Ende des Tages ist es ja so, ich mache ja nur Vertriebstrainings, und da geht's nicht darum, was ich toll finde und was ich gerne machen möchte, sondern es geht ja darum, was mein Kunde will und was der braucht und was seine größte Herausforderung ist. Und wenn wir die größte Herausforderung haben, dann geben wir eben rückwärts und gucken, okay, was sind denn die Stolpersteine? Also, was können die Teilnehmer denn schon, und was können sie vielleicht auch noch nicht? Und wenn ich als Trainer und als Coach weiterhin auch mein Einkommen haben möchte, aus meiner Sicht bleibt mir nichts anderes übrig, als auch aus meiner Komfortzone wirklich rauszugehen, denn das wollen wir als Trainer doch auch. Das erwarten wir doch auch selber von unseren Teilnehmern, dass sie aus ihrer Komfortzone rausgehen, und das kann ich ja nur dann erwarten, wenn ich auch selber dazu bereit bin. Also ja, das mit diesem ganzen Technik Schnickschnack mag ein bisschen viel sein und auch erschlagend sein. Deswegen ist mein mein Rat, fangt klein an! Es muss ich nicht perfekt sein. Mit Perfektionismus stehst du dir selber gut selbst im Weg und kommst auch nicht einen Schritt voran. Fang klein an, und wer möchte, ist herzlich eingeladen und darf mir auch immer dabei über die Schulter gucken, denn das macht Spaß!


00:20:45 Benjamin Jaksch: Was Tanja und Sandra schon gesagt haben, finde ich sehr wertvoll. Wenn jemand sagt, „ja, ich will ja nur, dass es die Leute dann hinterher können“, dann entdeckt man ganz, ganz viele Wege, wie das dann auf dem digitalen Weg eben auch sehr, sehr gut geht. Natürlich, und da haben wir schon vorher drüber geredet, hat jeder, der in irgendeiner Lehre oder Trainingsfunktion tätig ist, immer eine gewisse, ein gewisses Machtmotiv. Also, es ist für alle immer ganz toll, irgendwie so ein bisschen die Kontrolle im Raum sozusagen zu haben. Das ist einfach ganz natürlich. Ansonsten wären wir nicht in dieser Position. Das kann man im digitalen genauso ausleben, diese Richtung genauso wie auch im analogen Raum. Und wichtig finde ich, warum mache ich es? Und wie es andere auch schon gesagt haben, man muss sich ja auch fragen, möchte ich in Zukunft damit auch noch meine Miete zahlen. Und wenn ja, dann gibt es ganz viele Wege, wie man das auch auf seine Art machen kann. Wenn sich jemand als als Lehrperson nur als jemand versteht, der quasi wirklich nur vorliest, also der wirklich nur Vorlesungen macht, dann gibt es einen digitalen Weg, natürlich mehrere Möglichkeiten, wie man das vielleicht sogar besser machen kann. Während jemand, der sehr stark auf Beziehung angewiesen ist, wie ich jetzt mal bei uns allen sagen würde, dann kann man das im digitalen auch sehr, sehr gut ausleben, aber halt anders. Also von dem her sehe ich da genauso Möglichkeiten. Anzünden, finde ich, schwierig, miterleben ist einfach, und sich dann drauf einlassen.


00:22:44 Jennifer Withelm: Ich glaube auch, es ist ganz wichtig, was ihr sagt, auch dieses Miterleben. Ich hab einfach mal eins mitgemacht als Teilnehmer, mache gerne an der Stelle noch mal Werbung für Maxpert mit dem Scrum Live Online Training, die haben das richtig toll gemacht. Ich habe nach kürzester Zeit vergessen, dass ich diesen Computer zwischen uns habe. Einfach mal die Kamera laufen lassen und schauen, was passiert. Das war für mich auch der springende Punkt, und dann auch die Vorzüge genießen… nicht mehr stundenlang durch die Weltgeschichte reisen müssen, es macht schon Spaß, wenn man einfach seinen Bastelkoffer vor sich stehen hat und die Jogginghose gleichzeitig trägt. Herzlichen Dank an euch für diesen inspirierenden Austausch.


Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr da draußen meinen youtube Kanal oder Spotify oder Google Podcast oder Apple Podcast abonniert, oder über die Homepage www.lerneningeil.de

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